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Nachhaltiges Wirtschaften: NaWiKo Synthese Paper No 4 veröffentlicht

Wie kann die Einbindung von PraxispartnerInnen in transdisziplinären Forschungsprojekten gelingen?Basierend auf den gesammelten Erfahrungen im Projekt NaWiKo wurden im Synthese Paper Herausforderungen und Empfehlungen zusammengefasst.  

In der Fördermaßnahme „Nachhaltiges Wirtschaften“ wurden im Zeitraum von 2016 bis 2018 30 transdisziplinäre Forschungsprojekte vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Die Projekte erforschten und erprobten neue Ansätze des nachhaltigen Wirtschaftens in vielfältigen Bereichen (u.a. Ernährung, Mobilität,Wohnen).

Die „Wissenschaftliche Koordination der Fördermaßnahme Nachhaltiges Wirtschaften“ (NaWiKo) begleitete die Projekte und unterstützte den Transfer der Forschungsergebnisse in die Gesellschaft. Unter Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaftlichen Plattform Forschungswende wurden die Ergebnisse der Forschungsprojekte mit zivilgesellschaftlichen Organisationen diskutiert und reflektiert.

Dazu wurden von 2016 bis 2018 Anliegen der PraxispartnerInnen erhoben, darauf aufbauend Transferformate zwischen Wissenschaft und Praxis entwickelt und getestet. Zudem wurden Erfahrungen zu transdisziplinärer Projektarbeit ausgewertet und Empfehlungen formuliert, um einerseits das transdisziplinäre Vorgehen in Forschungsprojekten zu verbessern und andererseits die dafür notwendigen Rahmenbedingungen weiter zu entwickeln.

Zentrale Empfehlungen sind:

Wissenstransfer und praktische Förderung von angemessenen Formaten und Methoden für eine effektive Zusammenarbeit in Wissenschaft und Praxis von Beginn an einplanen. Unterstützend sollten Weiterbildungen für Praxis und Wissenschaft in der transdisziplinären Wissenschaftsmethodik angeboten werden.

Einbindung von PraxispartnerInnen über den gesamten Prozessverlauf (von Problemdefinition, Finden der Forschungsfragen bis hin zu Ergebnistransfer) umsetzen. Unterstützend wäre eine Förderung der Co-Design-Phase zur Entwicklung von transdisziplinären Forschungsanträgen vor der Einreichung hilfreich.

Zielgruppengerechte Informationen für PraxispartnerInnen in Bezug auf die Konditionen der Einbindung, damit verbundenen Ressourcenaufwänden und Gestaltung des Prozessverlaufs bereitstellen. Unterstützend wirken angepasste Vergabebedingungen, die die Beteiligung oder auch anteilige Projektleitung von gemeinnützigen Organisation (non-profit) finanziell fördert.

 

Das Paper kann im Anhang heruntergeladen werden.