Thema


F&I Governance

Komplexe Herausforderungen wie Klimawandel erfordern die Beteiligung der Gesellschaft und einen Neuansatz in der Wissenschaftspolitik. Die Bundesregierung legt sich im Koalitionsvertrag fest: „Wir wollen Bürgerinnen und Bürger und die Akteure der Zivilgesellschaft konsequent in die Diskussion um Zukunftsprojekte und die Ausgestaltung von Forschungsagenden einbinden.“ Ebenso wird in der Hightech-Strategie die Bedeutung von Partizipation für die Innovationskraft Deutschland  hervorgehoben. Die „Mitgestaltung des Innovationsprozesses durch alle am Innovationsgeschehen Beteiligten“ soll dazu beitragen, dass Innovationen schneller umgesetzt und der Transfer in die Gesellschaft gelingt. Der Wissenschaftsrat stellt in seinem Positionspapier (2015) fest, dass angesichts knapper Ressourcen die Prioritätensetzung und normative Orientierung der Gesellschaft und ihren Akteuren in die Forschungspolitik einbezogen werden müsse.

Dieser Ansatz findet sich auch im aktuellen Forschungsrahmenprogramm der EU Horizon 2020 wieder. Science in and for Society zieht sich durch alle Themenfelder  durch. Dieser Ansatz sieht vor, dass „ ... alle(n) gesellschaftliche Akteure (Forscher, Bürger, politische Eintscheidungsträger, Wirtschaft , Non Profit Sektor) im gesamten Forschungs- und Innovationsprozess zusammenarbeiten“. Mit Programmen wie Responsible Research and Innovation (RRI) werden Instrumente und Handlungsoptionen entwickelt, wie eine partizipative Governance der Forschung und Forschungspolitik gelingen kann. 

Mehr Transparenz und Partizipation gehört zu den Kernforderungen der Plattform Forschungswende. Damit Partizipation auf Augenhöhe gelingen kann, müssen sowohl die relevanten Informationen wie auch Entscheidungswege in der Forschungspolitik transparent werden. Zu Beginn eines partizipativen Prozesses sollte klar sein, ob dieser gemeinsame Ansatz der (unverbindlichen) Beratung oder eines transdisziplinären Forschungsansatzes im Sinne von Co-Design, Co-Production und Co-Communication dient. 

Forschungswende trägt dazu bei:

  • die Transparenz in der Forschungspolitik durch die Vermittlung von Informationen, Multiplikatorenschulungen und Serviceangeboten wie Factsheets zu erhöhen
  • die Vernetzung (partizipative Governance) mit einem strukturierten Dialog zwischen den Akteuren Zivilgesellschaft, Wissenschaft (Wirtschaft und Politik) durch Workshops und Tagungen zu fördern

zum Thema


Zivil-Enquete Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität

Netzwerkpartner seit 2014

Forschungswende beteiligt sich an der „Zivil-Enquete“, um den Austausch zu gesellschaftlichen Ideen in Bezug auf Wohlstands- und Lebensmodellen mitzugestalten. Forschung und Innovation für die Große Transformation erfordern eine kritische Auseinandersetzung mit unseren Vorstellungen zu Wachstum und Wohlstand. Ist das Konzept einer Green Economy realistisch? Wie können wir neue Konzepte und Alternativen zur Wachstums- und Steigerungslogik realisieren? Diese Fragen sind für die Zukunftsgestaltung höchst relevant und bedürfen einer intensiven Diskussion.