Projekt


High-Tech Strategie

Forschungsforum Energiewende

Stakeholder von 2013 bis 2015

Ziel der „Strategischen Forschungsagenda Energiewende“ ist es, Forschungsthemen und -bedarfe zu ermitteln, Schlüsselfragen der Energiewende zu adressieren und Forschungsprogramme für die Transformation des Energiesystems zu erarbeiten. Dazu lud das Forschungsforum Energiewende in einem breit angelegten Dialogprozess bis 2015 ein. 

Im Forschungsforum Energiewende sind seit 2013 Stakeholder der Energiewende aus Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik zusammenkommen. Sie sollten zur Weiterentwicklung des Energieforschungsprogramms der Bundesregierung beitragen. Forschungswende war Teil des Stakeholderprozesses mit der Zivilgesellschaft.

Das Forschungsforum, geleitet durch die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (acatech), hat technologieorientierte Großprojekte (Kopernikus-Projekte) zu Prozessen der energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette auf den Weg gebracht. Der Fokus der Projekte liegt auf Ressourcengewinnung und -nutzung und Energiewandlung, -übertragung, -speicherung und -nutzung.

Im Verlauf von mehreren Treffen erarbeiteten die Stakeholder aus der Zivilgesellschaft folgende Ergebnisse:

  1. Die Zivilgesellschaft unterstützt den Agendaprozess und plädiert für eine frühzeitige und starke Einbindung gesellschaftlicher Akteure in die Entwicklung der technisch orientierten Großprojekte. Neben der Wirtschaft und der „etablierten Wissenschaft“ (im Sinne zuwendungsfähiger Organisationen) sollen auch kleinere Wissenschaftsinstitute und NGOs einbezogen werden. Außerdem muss der europäische Kontext stärker hervorgehoben werden.
  2. Die nicht-technischen Schwerpunktthemen spielen eine tragende Rolle in der Forschungsagenda. Insbesondere ein umfassender Strukturwandel kristallisiert sich als wichtiges Oberthema heraus. Es werden zahlreiche Verknüpfungen zwischen den genannten Schwerpunktthemen identifiziert, z. B. zwischen Mobilität und Verbraucherverhalten.
  3. Die Vertreter befürworten eine engere Verzahnung von technischen und nicht-technischen Themen. Eine inhaltliche Zusammenführung der Großprojekte mit den Schwerpunktthemen befördert eine transdisziplinäre Projektdurchführung und beugt Akzeptanzproblemen frühzeitig vor. Eine Beibehaltung der Trennung hingegen steht dem transparenten und offenen Dialog im Wege.
  4. Viele Akteure der Zivilgesellschaft zeigen sich gegenüber der Verwertung ihrer Ideen skeptisch. Es soll verdeutlicht werden, welches Maß an Gestaltung den Akteuren außerhalb von Wissenschaft und Wirtschaft im Rahmen des Agendaprozesses zugestanden wird.
  5. Die Diskussion verlief wertschätzend und transparent. Die Vertreter der Zivilgesellschaft wünschen sich darüber hinaus Diskussionsmöglichkeiten mit Teilnehmern der Expertenkreise Wirtschaft und Länder.

In den genannten Kopernikusprojekten finden sich einige Themen, die die Zivilgesellschaft präferierte wie Mobilität oder neue Finanzierungsmodelle für genossenschaftliche Ansätze, nicht wieder. Daher unterstützt Forschungswende eine Weiterführung des Dialoges für eine gesellschaftlich relevante Energieforschung. Ein erster Workshop mit Vertretern der Zivilgesellschaft und aus der Wissenschaft ist für Oktober 2015 gemeinsam mit der Schader-Stiftung in Darmstadt geplant. 

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